Hausers Reisen, Chinese Schnippei-Action und die Wahre Leere.

SCHNIPPEI IS ALIVE!

Jaja lang kein Eintrag mehr gemacht. Mein erster Monat in Beijing ist rum und ich hab mich gut eingelebt. Also mal ein paar Worte zum Thema Leben und Sterben in Beijing:

Seit meinem Besuch hier vor zwei Jahren interessieren mich die traditionellen Wohngegenden Beijings, genannt Hutong, die charakterisiert sind von engen Gassen und flachen Gebäuden. Ich hab mich damals gefragt, wie es ist in so einem Hutong zu wohnen. Auf meiner Wohnungssuche hier Ende Juli hatte ich sogar die Möglichkeit, ein altes Haus in einem Siheyuan zu mieten. Siheyuans sind alte chinesische Wohnhöfe. Das hat sich dann aber zerschlagen weil der Wohnungsvermittler mich offenbar verarschen wollte. Machte aber nichts denn ich hab schließlich ein Zimmer gleich nebenan genommen. Und ich muss sagen: Beijing is eine laute und dreckige Stadt, aber innerhalb der Hutongs herrscht ein ruhiges und gemütliches Feeling vor.

Das selbe lässt sich über den Park sagen, den ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit frequentiere, um mich ein wenig meinem Hobby Taijiquan hinzugeben. Der Park ist voller Leute die sonstwas üben oder machen. Ich hab mich umgeschaut nach ein paar meiner Meinung nach fortgeschrittenen oder interessanten Typen und bin fündig geworden. Ein paar (meist ältere) Herrschaften bringen ihr Qi jeden morgen in Wallung. Und ich mach da seit einer Weile mit :)
Dazu auch mein erstes Schnippei Erlebnis in China! Einer der Typen ist ein alter Xingyiquan Lehrer der mir ein paar Basisübungen zeigt. EInes Morgens stellt er mich hin, tiefer weiter Stand eben. Und was offenbart sich in so einer Haltung? Genau, das Ziel einer Eierattacke! Das hat er dann direkt auch gleich mal gezeigt. Leichtes aber doch bestimmtes Schnippei. Ich war verblüfft. Es gibt es also doch Schnippeier in China!

Nachdem ich mich dann im Park am Spielplatz so richtig ausgetobt habe gehe ich meist (ca 5mal die Woche) in ein Hochhaus im Zentrum Beijings. Dort fahr ich immer mit meinem Rad die Rampe ins “Fahrradparkhaus” hinunter (fetzt!). Danach ist der Kindergarten vorbei und ich muss arbeiten. Leider gibt es oft nicht viel zu tun. Mein Praktikum hier stellt sich bisher leider nicht als besonders interessant heraus. Vielleicht besteht hier aber einfach auch noch nicht die Möglichkeit dazu, denn die Firma ist erst im Aufbau in China. Mehr zu sehen gibts wahrscheinlich dann in Deutschland.

Mein Rückflug ist gebucht, Aufprall am 28.9!

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